Was ist Toyohari? Japanische Meridiantherapie und Instrumente

Toyohari (東洋はり) ist ein japanischer Stil der Meridiantherapie (keiraku chiryō). Er legt großen Wert auf Pulsdiagnose und Palpation und arbeitet mit sehr sanften Nadeltechniken, die meisten davon ohne Einstich.
Herkunft
Gelehrt wird Toyohari von der Tōyō Hari Igakkai (東洋はり医学会), die im Mai 1959 in Tokio von fünf blinden Akupunkteuren gegründet wurde; erster Präsident war Kōdō Fukushima. Bis 1968 hieß sie Tōkyō Koten Hari Igakkai. Sie entstand für blinde Akupunkteure und nimmt heute auch sehende Praktizierende auf.
In Europa
Die European Branch of the Toyohari Association (EBTA) organisiert die Ausbildung in Europa; Academic Dean ist Stephen Birch. Sie hat nationale Sektionen wie die SBTA (Spanish Branch of Toyohari Association), die 2024 in Barcelona den europäischen Workshop der EBTA ausgerichtet hat.
Auf Wunsch von Stephen Birch und Miguel Ángel Cabrer habe ich 2002 begonnen, Instrumente für Toyohari zu fertigen. Heute stelle ich meine Arbeit auf den Workshops vor, die jedes Jahr in verschiedenen europäischen Städten stattfinden.

Instrumente
- Teishin: eine der neun klassischen Nadeln; dringt nicht in die Haut ein und wird für verschiedene Kontakttechniken verwendet.
- Enshin: Stab mit kugelförmigem Ende, um die Haut zu reiben oder auf sie zu drücken.
- Shonishin-Instrumente: für die japanische Kinderakupunktur, ebenfalls ohne Einstich.
Die Techniken lernt man in der Ausbildung. Kurse und Praktizierende finden Sie auf der Website der EBTA oder der SBTA.

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